Aktuelles


Braucht die Kinderklinik in Konstanz einen Chefarzt/Chefärztin

Vor nun beinahe 7 Jahren hat sich der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gegründet. Zum Zusammenschluss kam es, da beide großen Häuser, Singen und Konstanz, in erhebliche finanzielle Bedrängnis gekommen sind und niemand der Verantwortlichen im Kreis die Gesundheitsversorgung in private Betreiberhände geben wollte. Dies war eine weitsichtige, kluge Entscheidung. Die wirtschaftliche Situation hat sich erheblich verbessert, Die Synergien im personellen, technischen und medizinischen Bereich sind unübersehbar. Die Bevölkerung unseres Landkreises kann sich auf eine hochprofessionelle Versorgung verlassen.

Und dies ist immerhin zu einer Zeit gelungen, als es bundesweit für alle Krankenhäuser schwierigste Bedingungen zu bewältigen gab.

Nun sind die Zeiten im finanziellen, wie auch personellen Bereich nicht besser geworden und große Herausforderungen, auch baulicher Art kommen auf den GLKN zu. An erster Stelle steht dabei, wie schon mehrfach beschrieben, die Gewinnung von Pflegekräften und die Bereitstellung von Wohnraum für das Personal.

In dieser schwierigen Situation war es durchaus naheliegend darüber nachzudenken, ob es aus finanziellen und personellen Gründen nicht besser wäre, nach dem geplanten Ausscheiden des Chefarztes der Konstanzer Kinderklinik noch in diesem Jahr, die beiden Kinderkliniken zu verschmelzen.

Nach dem von der KV erzwungenen Wegfall der Kindernotfallpraxis wäre das aber eine weitere schwere Einschränkung für die Versorgung der Konstanzer Kinder geworden und so war man sich rasch einig diese Stelle neu auszuschreiben, um sie wieder mit einer kompetenten Chefärztin oder Chefarzt zu besetzen. Wiederum eine kluge Entscheidung der Verantwortlichen.

Für uns Freie Wähler war und ist es immer wichtig die stationäre Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand zu behalten, damit nicht die gemeindenahe Behandlung ökonomischen Interessen geopfert wird. In unserer sozialpolitischer Verantwortung werden wir darauf immer ein wachsames Auge haben.

Dr. Ewald Weisschedel

 

Der gefährliche See

Es schien schon einmal fast zu spät zu sein. In den 70er Jahren drohte der Bodensee zu kippen. Unmengen an Phosphaten aus der Landwirtschaft und ungeklärtem Abwasser sorgten zwar für riesengrosse Fische, die sich in den Netzen der Berufsfischer verfingen, aber gleichzeitig ging die Artenvielfalt zurück und man musste ums Trinkwasser fürchten. Deshalb wurde 1960 die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee mit dem Ziel gegründet, unseren See vor Verunreinigung zu schützen. Diese Kommission setzt sich aus Mitgliedern aller Anrainer zusammen. Sogar die nur mittelbar betroffenen Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden und das Fürstentum Liechtenstein sitzen mit am Tisch. Die Zusammenarbeit hat die Menschen über die Grenzen hinweg miteinander verbunden. -egal welcher politischen Couleur sie sein mögen. Schon mindestens zwei Generationen profitieren seither von dieser ökologischen und politischen Zusammenarbeit. Und die Genesung des Sees hatte Vorbildcharakter für viele Binnenseen in ganz Europa und darüber hinaus. Heute ist „der See“ gerettet. Er ist so sauber, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Jetzt geht es um das soziale und ökonomische Wohl der Stadt im Kontext des globalen Klimawandels. Wieder wird es der Anstrengungen aller Beteiligten bedürfen, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu bewältigen. Alle Politiker müssen zusammenarbeiten. Die Klimaprobleme können wir zwar nicht alleine lösen, aber vielleicht können wir erneut Vorbild sein für eine immer grösser werdende Zahl an Mitstreitern- wie einst beim See.

Sie wollen mehr über „den See“ erfahren? Dann gehen Sie doch mal wieder ins Museum, denn ihm ist die grosse Sonderausstellung des Rosgartenmuseums gewidmet.

Anselm Venedey Stadtrat FW


 

Es geht weiter – der Rat ist gewählt.

Vorbei die Zeit der Unruhe.

Man kann wieder ungestört über den Wochenmarkt schlendern, ohne einen Einkaufskorb gefüllt mit Wahlwerbung, nach Hause zu tragen.

Konstanz hat gewählt, entsprechend der aktuellen Kampagnen, und wir Freien Wähler haben von anderen Gruppierungen „gelernt“, dass man in Wahlkämpfen besser alles (!) versprechen sollte und auf keinen Fall kritisch hinterfragen, wenn es Wählerstimmen kosten könnte.

Wir bedauern, dass die sozialen Themen in diesem Wahlkampf keine Rolle gespielt haben. Es ist an der Zeit, dass Ruhe einkehrt und wieder diszipliniert politisch gearbeitet wird. Kostspielige Herausforderungen stehen an, und es muss unsere Pflicht sein, darauf zu achten, dass diese Kosten nicht zusätzlich auf die Schultern unserer Bürgerinnen und Bürger und zukünftiger Generationen fallen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Rat mit allen gewählten Vertretern – und verurteilen diskriminierende Angriffe gegenüber zukünftiger Ratsmitglieder (wie geschehen) auf das Schärfste.

Auch möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns bei Ihnen zu bedanken. Dass wir weiterhin mit 5 Sitzen im Gemeinderat die Dinge kritisch diskutieren dürfen zum Wohle Aller, unabhängig von Wahlterminen – sondern mit Vernunft, Mut und Ausdauer.


 

Sehr geehrte Freunde, Interessierte und vor allem Wählerinnen und Wähler,

wir möchten uns auf diesem Wege für 180.098 Stimmen für die Freien Wähler bedanken. Sie haben 4 Stadträten und 1 Stadträtin Ihr Vertrauen ausgesprochen - wir werden unser Bestes geben und uns mit Fleiß und Disziplin an die politische Arbeit für unsere Stadt machen.

Die Aufgaben sind groß und finanziell anspruchsvoll. Wir Freien Wähler stehen für eine absolute Haushaltsdisziplin zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Die anstehenden Diskussionen und Kosten zum Thema Klimaschutz müssen professionell geführt werden, stets die soziale Nachhaltigkeit im Blick, die zu unserem Bedauern in diesem Wahlkampf nicht im Vordergund stand. Generationenübergreifende und zukunftsfähige Sozialpolitik darf sich nicht an Wahlterminen sondern muss sich am Wohl unserer Stadtgesellschaft orientieren.

Wir werden die Sitzungspause nutzen und uns für die anstehenden Diskussionen ausführlich vorbereiten, um in den nächsten Monaten und Jahren sinnvolle Entscheidungen herbei zu führen.

Unsere nächste öffentliche Fraktionssitzung findet statt am:
Montag, den 01. Juli um 18.00 Uhr, in den Nebenräumen des Restaurants Steg 4.

Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen - Anmeldungen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

Unser geschätzter Stadtrat Klaus-Peter Koßmehl ist zur diesjährigen Kommunalwahl nicht mehr angetreten.

Sein Abschied:

Ich habe fertig

22 Jahre war ich nun im Gemeinderat, davon die letzten fünf Jahre bei den Freien Wählern, und ich merke jetzt allzu deutlich: Politische Arbeit ist kein Besuch auf dem Ponyhof, auch nicht in der Erinnerung, die vieles nachträglich vergoldet. Sie ist vielmehr Knochenarbeit, und die Ponys sind oft Schlachtrösser.

Ich bin mit viel Elan in meine Karriere als Stadtrat gestartet und habe viel Spaß an der politischen Arbeit gehabt, gerade in den technischen Ausschüssen. Für mich als Handwerker mit Leib und Seele sind Technik und Bauen Lebensthemen, und das Eintreten für die Interessen des Konstanzer Mittelstands (und wahrlich nicht nur für meine eigenen!) ist für mich pures Lebenselixier gewesen.

Natürlich war es eine große Herausforderung, neben der Arbeit im eigenen Betrieb auch noch an zahllosen Sitzungen teilzunehmen und mit den Jahren einen Stapel Papier durchzuarbeiten, der mindestens bis zum Mond reichen dürfte, zumindest fühlt sich das so an. Meine Familie hat darunter oft ebenso gelitten wie meine Gesundheit, auch wenn ich letztlich ein Schaffer bin, der immer wieder neue Herausforderungen sucht. Jetzt aber zwickt mich das Alter, meine Gesundheit ist auch nicht mehr die Beste, und es fällt mir erstaunlich leicht, jetzt loszulassen. Eine jüngere Generation, anders als wir damals, aber ähnlich engagiert, drängt nach und will sich ihre eigene Welt gestalten.

So darf ich hoffen, dass mich niemand vermissen wird. Ich bin dann nämlich mal weg.


 
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